Arbeiten am Nottekanalweg haben endlich begonnen

06.10.2014

Seit einigen Tagen laufen die Arbeiten zum naturverträglichen Ausbaus des Rad- und Wanderweges am Nottekanal zwischen Zossen und der Gemeinde Am Mellensee. In Abhängigkeit von der Witterung soll das Vorhaben im Frühjahr 2015 abgeschlossen sein.

Seit Jahren sollen die etwa 2.650 Meter entlang des denkmalgeschützten Nottekanals von der Straße An den Wulzen bis zur Gemarkungsgrenze Mellensee in wassergebundener Decke erstellt werden. Schon seit September 2008 ist die Strecke auf Mellenseer Gebiet fertig. Notwendige Kosten für die Ertüchtigung einer Gewölbebrücke in Zossen wurden immer wieder als Begründung für den aufgeschobenen Bau des Rad- und Wanderweges herangezogen. Zwischenzeitlich hat die Stadt Zossen auch 164.768 Euro Fördermittel zurückgeben müssen.

In der Stadtverordnetenversammlung am 12.03.2014 wurden die Prioritätenlisten für die Stadt Zossen mehrheitlich beschlossen. Auf meinen Antrag hin wurde der seit Jahren als Priorität Nr. 1 aufgeführte Nottekanalweg seinerzeit wieder in die Prioritätenliste aufgenommen. Zuvor hatte der Bauausschuss der Stadt den Ausbau des Rad- und Wanderweges am Nottekanal aus der Prioritätenliste gestrichen. Bei dem Projekt geht es um die meist frequentierte touristische Hauptachse in der gesamten Region. Zudem verläuft parallel dazu die Draisinenstrecke und der Nottekanal, dessen Fahrrinne 2011 vertieft wurde. Außerdem ist der Nottekanalweg Teil des Europawanderweges E10 und Teil der Baruther Linie. Zossen und die Gemeinde Am Mellensee hatten vor Jahren den gemeinsamen Wegebau verabredet. Die Gemeinde Am Mellensee baute 2008 mit Fördermitteln den 1.345 Meter langen Teil auf der Mellenseer Seite aus. Der Bereich bis zur Schleuse wurde mit Betonsteinpflaster befestigt (für Fahrzeuge zur Wartung der Schleuse). Der weitere Wegeabschnitt wurde mit einer wassergebundenen Decke naturverträglich versehen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 144.889 Euro.

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Die Stadt Zossen hatte den Weg – der eigentlich als Rad- und Fußweg gedacht ist – ursprünglich auch für Kraftfahrzeuge aller Art geplant, was sich in hohen Kosten niederschlug. Für die Sanierung der Gewölbebrücke waren 205.000 Euro plus stolze 462.000 Euro für den Wegeausbau veranschlagt. Um die Kosten zu reduzieren und um das Projekt naturverträglich zu gestalten, fassten 2010 die Stadtverordneten den Beschluss, die Planungen zu ändern und, wie in Mellensee, den Weg mit einer wassergebundenen Decke zu versehen. Poller sollen den Durchgangsverkehr für PKW und LKW verhindern. Damit folgten sie dem Vorschlag des Ausschusses KTL.

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