Bereitstellung kostenfreier Zugänge zu WLAN-Hotspots in Zossen wurde abgelehnt

24.07.2015

Mobile Grüße vom Stadtpark verschicken, chatten im Café um die Ecke und online das Restaurant für den Abend reservieren: In Zossen sollte das keine Utopie bleiben. Möglich werden sollte dies durch WLAN-Hotspots, die es Einwohnern und Besuchern der Stadt ermöglichen, mobil und drahtlos ins Internet zu gehen - ganz einfach mit dem eigenen Laptop, Tablet oder Smartphone.

Daraus wir vorerst nichts. Mit 8-Ja-Stimmen, 14-Nein-Stimmen (insbesondere Plan B) und einer Enthaltung wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt.

Einen entsprechenden Beschlussantrag hatte die Fraktion DIE LINKE Zossen vorgelegt. Zunächst sollte die Stadtverwaltung ein Interessenbekundungsverfahren zu freien WLAN-Hotspots im Stadtzentrum von Zossen und im Bahnhofsareal von Zossen einleiten. Damit sollte auch ein Beitrag zur Belebung der Zossener Innenstadt geleistet werden.

Berlin und viele andere Städte machen es bereits vor. Berlin bekommt dieses Jahr 650 Gratis-WLAN-Hotspots. Ein junges Unternehmen aus dem fränkischen Fürth, ABL Social Federation, hat den Zuschlag für das Projekt bekommen. Die Firma wird mehrere hundert Standorte mit einem zeitlich unbegrenzt kostenfrei nutzbaren WLAN ausstatten. Die Funknetze sollen nicht nur in der Innenstadt eingerichtet werden, sondern in allen Bezirken, die Interesse anmelden. In jede Richtung wirkt ein Hotspot etwa 250 Meter. Als Standorte sollen öffentliche Gebäude wie Rathäuser, Bibliotheken und Bürgerämter genutzt werden. Zur Finanzierung soll es beim Login für maximal 10 Sekunden Werbung geben.

Für Zossen war ebenfalls angedacht, einen Dienstleister zu suchen. Damit sollte die Stadt im Zuge der "Störerhaftung" bei möglichen Rechtsverletzungen durch Nutzer des freien WLAN nicht  in Regress genommen werden können.

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Die Stadt Zossen hätte damit einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der öffentlichen WLAN-Grundversorgung für ihre Bürger und Besucher leisten können. Bei erfolgreicher Umsetzung des Projektes hätte auch für weitere Bereiche in der Stadt der kostenfreie Zugang zu WLAN-Hotspots geprüft werden können.

Die Stadt Zossen verwehrt mit der Ablehnung des Vorschlags vor allem Touristen und Dienstreisende die Möglichkeiten, sich über Sehenswürdig- und Übernachtungsmöglichkeiten, Fahrpläne oder Öffnungszeiten etc. zu informieren. Aber auch die Zossener Einwohner, insbesondere viele Schülerinnen und Schüler, können nun nicht über diese Hotspots im Internet kostenfrei surfen – schade!

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