Discounter neben Supermarkt neben Discounter

03.04.2017

Neuer Discounter soll in Dabendorf entstehen

In Dabendorf soll an der Ecke Brandenburger-/Stubenrauchstraße (B96) ein neuer Discounter entstehen. Die Stadtverordneten stimmten am 29.03.2017 mehrheitlich für einen Aufstellungsbeschluss über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Standortverlegung Discounter" in Zossen.

Der neue Standort befindet sich nur 800 m von Kaufland und Lidl entfernt an der B96.

Gemäß der Beschlussvorlage benötigt der NETTO-Markt im EKZ (Einkaufszentrum) in Zossen einen neuen Standort. Dieser Standort soll jetzt Dabendorf sein. Aus meiner Sicht ist das keine Verlegung und schon gar kein Ersatz, sondern dass ist ein neuer, anderer Standort für eine andere Kundschaft. Das Problem, dass es in der näheren Umgebung der Innenstadt dann keinen Supermarkt mehr gibt wird nicht gelöst.

Bereits im Oktober 2016 hat eine Mehrheit der Stadtverordneten für einen neuen Supermarkt zwischen rotem NETTO und schwarzem NETTO in Wünsdorf an der B96 gestimmt. Die Begründung ist immer dieselbe: Das können wir nicht ändern, die Investoren wollen dort bauen. Aber: Jüterbog hat es, Luckenwalde hat es, Königs-Wusterhausen hat es, Ludwigsfelde hat es und viele andere Städte und Gemeinden haben es: Ein Einzelhandelskonzept!! Wesentliches Ziel eines solchen Einzelhandelskonzeptes ist die Sicherung der wohnungsnahen Grundversorgung der Bevölkerung sowie die Stabilisierung der städtischen Zentren.

Unser Ziel muss es sein, eben nicht jeden quantitativen Ausbau zu begrüßen, sondern vielmehr die räumlich-strukturelle Verbesserung der Angebotssituation in der Stadt und in den Ortsteilen im Blick zu haben. Genau das erreichen wir mit einer weiteren Ansiedlung eines Discounters an der B96 in unmittelbarer Nähe zu Kaufland und Lidl nicht.

Erstens: Wir brauchen in der Nähe der Innenstadt ein Angebot.
Zweitens: Wenn in Dabendorf ein Discounter zur wohnungsnahen Grundversorgung erforderlich ist, dann aber auf der anderen, westlichen Seite von der Bahn. Denn wenn die bisherigen Pläne für die Nordumfahrung ohne innerörtliche Bahnquerung in Dabendorf in die Tat umgesetzt werden, ist die wohnungsnahe Grundversorgung für die Dabendorfer westlich der Bahn nicht gegeben.

Der Standort ist im gerade erst beschlossenen FNP als Wohngebiet ausgewiesen. Insofern ist auch eine Änderung des FNP erforderlich.

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