Gregor Gysi in der Grünen Passage in Blankenfelde

26.08.2019

Gregor Gysi war heute in der Grünen Passage in Blankenfelde zu Gast, um vor mehr als 130 Besucher*innen über die politischen Vorhaben der LINKEN zu sprechen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anke Scholz, Bürgermeisterkandidatin von Blankenfelde-Mahlow. Als Direktkandidat für den Landtag nutzte ich die Gelegenheit um mich und meine politischen Ziele vorzustellen. Der Bogen reicht vom Klimaschutz über den ÖPNV bis zur nachhaltigen Landwirtschaft.

Gregor Gysi stellte gleich zu Beginn klar, dass er seinen Lehrabschluss zum Facharbeiter für Rinderzucht im VEG Berliner Stadtgut Blankenfelde und nicht im hiesigen Blankenfelde erworben hat.

Unter den Gästen waren auch Schülerinnen und Schüler, die ihren Unterricht extra wegen Gregor Gysi in den Saal der Grünen Passage verlegt hatten. Einer von ihnen sprach die ökologische Krise an. Gysi würdigte die Initiative Fridays for Future Deutschland und machte deutlich, was der Unterschied zwischen einem Streik und einer Demonstration ist. Ein Streik muss wehtun, wenn er etwas bewirken soll. In Anspielung auf ein Zitat von Christian Lindner sagte Gysi, wir sollten die Schülerinnen und Schüler ernst nehmen und sie nicht belehren, dass sie keine Profis seien.

Gysi warnte vor der Tendenz, dass sich die eine oder andere Demokratie auf dem Weg zur einer Diktatur befindet, bzw. einzelne Staatsführer eine solche anstreben. Ein Diktator beschließt auch sicherlich auch mal ein, zwei oder drei Sachen die den Menschen gefallen, dann kommen aber auch drei, vier oder fünf Dinge, die niemand gut findet. Doch dann wird man die Diktatur im Gegensatz zur demokratisch gewählten Regierung nicht mehr los.

Die Brücke von der Außen- zur Innenpolitik spannte Gysi dann mit der Beschreibung der Situation der Geflüchteten. Hier helfen keine Mauern und massiv bewachten Grenzen. Nur die Bekämpfung von Fluchtursachen hilft! Und das bedeutet, dass die Menschen in ihrer Heimat eine Perspektive brauchen. Sie machen sich ja nicht auf den Weg zu uns, weil hier die Region so schön ist, nein - es geht ihnen schlichtweg ums nackte Überleben! Und hier ist auch die deutsche Politik in massiver Verantwortung!

Wir haben aber auch in Deutschland ein Gerechtigkeitsproblem! Das machte er auf eine Frage hin u.a. an der Rente fest. Die gesetzliche Rente muss den Lebensstandard im Alter wieder sichern und wirksam vor Armut schützen. Das Rentenniveau von 53 Prozent muss wieder hergestellt werden. Eine solidarische Mindestrente von 1.050 Euro netto im Monat muss eingeführt werden. Und die Rente soll ab 65 abschlagsfrei gezahlt werden und bei 40 Beitragsjahren mit 60 Jahren. Dafür müssen alle Erwerbseinkommen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Auch Politikerinnen und Politiker, Selbstständige, Freiberuflerinnen und Freiberufler, Beamte und Beamtinnen und Manager und Managerinnen sollen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

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