Hoffest zum 25-jährigen Betriebsjubiläum der Agrargenossenschaft Groß Machnow

12.06.2017

Zum 25-jährigen Betriebsjubiläum der Agrargenossenschaft Groß Machnow lud das Unternehmen zum Hoffest und zur Eröffnung der Landpartie ein. Jürgen Zimmermann, Vorsitzender der Genossenschaft, eröffnete das Hoffest und begleitete auch einige Feldtouren. Geboten wurde ein buntes Programm mit Landtechnikausstellung, Feldtour, Imkerei, Traktorfahrten, Strohburg, Kutschfahrten u. v. m. Zugleich war das Hoffest die zentrale Auftaktveranstaltung zur 23. Landpartie für den Landkreis Teltow-Fläming.

Im November 1991 wurde die Agrargenossenschaft Groß Machnow in Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft gegründet. In genossenschaftlicher Kooperation wird in Groß Machnow bereits seit 1978 Landwirtschaft betrieben. 1990 bewirtschaftete der Betrieb noch eine Fläche von 4400 Hektar. Durch die rege Bautätigkeit hat sich die Fläche im Laufe der Jahre reduziert. Heute sind es noch gut 3.000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Gehalten werden auf den Weiden ca. 100 Mutterkühe mit Nachzucht und es gibt seit 1999 einen Stall mit 600 Sauenplätzen. Neben dem Sauenstall gibt es seit 2007 eine Biogasanlage. 24 Mitarbeiter bewirtschaften den Betrieb. Die Haltung der Mutterkühe erfolgt ganzjährig im Freiland auf den Luchwiesen in Groß Machnow und den Pfählingsee-Wiesen Telz.

Landwirtschaft und Umweltschutz müssen sich nicht ausschließen. Die Agrargenossenschaft Groß Machnow stellt einen Teil ihrer Flächen für den Naturschutz zur Verfügung und bekommt dafür Geld vom Flughafen BBI. Die ökologische Aufwertung war bei der Feldtour deutlich zu sehen.

Mehrere Hundert Hektar Ackerfläche, insbesondere in der Zülowniederungsind, wurden in den vergangenen Jahren zu Grünland, Feuchtwiesen, Biotopen, Hecken, Stilllegungsflächen und Wildkräuterstreifen umgestaltet worden. Größere Ackerflächen werden kleinteiliger bewirtschaftet. Ziel ist es, seltenen Pflanzen- und Vogelarten mehr Lebensraum zu geben. Wichtig für die Agrargenossenschaft war, dass die ökologischen Aufwertungsflächen weiterhin als landwirtschaftliche Flächen eingestuft werden.

Einen großen Anteil an der ökologischen Aufwertung hat der Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg (LPV), der die Maßnahmen koordiniert. Es ist ein tolles Beispiel, wie man Naturschutz und Landwirtschaft zusammen bringen kann, so dass beide davon profitieren. Erste Erfolge zeigen sich bereits. Es konnten bereits mehr Tagfalter, Vögel und Kleinsäuger als zuvor festgestellt werden.

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