25. Zentrale Seniorenveranstaltung in Ruhlsdorf

14.06.2017

Die Gemeinde Nuthe Urstromtal veranstaltete heute gemeinsam mit der Volkssolidarität und der Arbeiterwohlfahrt eine zentrale Seniorenveranstaltung, im Rahmen der Brandenburgischen Seniorenwoche.

Bürgermeisterin Monika Nestler dankte in ihrer Ansprache den Seniorinnen und Senioren, die sich aktiv einsetzen - und nicht nur für die Belange der Älteren.

Heute haben wir es überwiegend mit einer älteren Generation zu tun, die aktiv ist, sich einbringt, sich auch im Alter weiterbildet und mitbestimmen will – ob in der Kommunalpolitik, in Beiräten, Vereinen und Wohlfahrtsverbänden, oder anderswo.

Auf deren unermüdliches Engagement und  großen Erfahrungsschatz können und wollen wir nicht verzichten. Die stellvertretende Landräten, Kirsten Gurske, wies in ihrer Grußbotschaft zurecht darauf hin, dass sich die ehrenamtlich engagierten Seniorinnen und Senioren aber nicht ausnutzen lassen sollen. 

Frau Nestler ehrte anschließend verdiente Seniorinnen und Senioren aus allen Ortsteilen der Gemeinde.

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen boten ein mit viel Applaus bedachtes musikalisches Programm.

Heute wird die alternde Gesellschaft oft als Problem verstanden. Das sehe ich anders. Die steigende Lebenserwartung ist ein Geschenk. Welch ein Segen für die, die nicht nur die Kinder, sondern auch die Enkel und sogar Urenkel aufwachsen sehen dürfen! Das war in anderen Generationen meistens anders.
 
Allerdings liegt darin die Herausforderung. Wir müssen Antworten darauf finden, wie wir das öffentliche und private Leben auf eine überwiegend ältere Bevölkerung einrichten, ohne dabei die Bedürfnisse und Rechte der jüngeren Generationen zu vernachlässigen.

Nach Zeiten der Erwerbsarbeit wollen Rentner*innen selbstbestimmt und würdevoll leben können. Alter ist mehr als Rente, Gesundheitsvorsorge, Pflege und Kosten. Aber ohne eine auskömmliche Rente, gute Gesundheitsversorgung die erreichbar ist und ein altersgerechtes Wohnumfeld geht es eben nicht.

Und im Fall der Fälle müssen Menschen mit Pflegebedarf in den Krankenhäusern, in den Pflegeheimen und in ihren Wohnungen gut versorgt werden. Dafür braucht es dringend eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte und bessere Arbeitsbedingungen und Zeit für Zuwendung.

Und es ist Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass eben keine Altersarmut entsteht. Dafür müssen wir das Rentenniveau wieder anheben.

Ältere Menschen sind heute gerade im ländlichen Bereich „Aktivposten“ der Gesellschaft. Das sieht man an vielen Vereinen und Initiativen. Ich finde es bewundernswert, was Seniorinnen und Senioren nach einem langen und oft harten Arbeitsleben noch alles vollbringen.

Unsere Gesellschaft braucht die Erfahrung und das Engagement der Älteren. Dafür ist die Arbeit der Seniorenbeauftragten oder der Seniorenbeiräte wichtig. Aber nicht nur. Oft wirken ältere Menschen direkt mit, in den Stadtverordnetenversammlungen, Kreistagen, Gemeindevertretungen, und auch im Landtag und Bundestagt.

Ich kann alle Rentner*innen nur ermuntern, die Erwartungen und Forderungen der älteren Generation an die Politiker heranzutragen. Schließlich sind wir im Wahljahr. Und es sind viele: Im Land Brandenburg leben etwa 570.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Das sind rund 24 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Wichtig ist für uns alle, die Kommunikation, der Austausch mit anderen, mit dem Nachbarn, in der Dorfgemeinschaft, mit Schulfreunden, in Vereinen, den Kirchengemeinden etc. um über die Sorgen und Probleme, Erlebnisse oder Pläne und natürlich über die Kinder und Enkel reden zu können.  Ziel war es ja immer, dass es den Kindern und Enkeln einmal besser gehen soll. Und da nehmen Rentner*innen als – Eltern oder Großeltern -  im besonderen Maße auch Anteil an der beruflichen Entwicklung der Kinder und der schulischen Entwicklung der Enkel.

Und auch da ist die Politik gefordert, eine gute Bildung zu organisieren - von der Kita über die Schule, dem Studium oder der Berufsausbildung bis zum Arbeitsplatz.

Und letztlich sollen alle von der Arbeit gut leben können – am besten hier in Brandenburg.

Und all das geht nur in einer friedlichen Welt! Und da mache ich mir momentan Sorgen. Die EU hat seit 72 Jahren Frieden. Das ist keine Selbstverständlichkeit auf der man sich ausruhen kann. Ich möchte mithelfen, dass die Welt friedlicher wird.

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