81. Sitzung der Fluglärmkommission

16.11.2011

Stadt Zossen bringt erstmals Anträge ein

Auf der jüngsten Sitzung der Fluglärmkommission (FLK) am 14.11.2011 in Schönefeld haben die drei Kommunen Zossen, Trebbin und Am Mellensee zwei Änderungsvorschläge eingebracht, die an das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) zur Prüfung weitergeleitet wurden.

Vorgeschlagen wurde, dass bei den Starts in Richtung Westen die dann nach Osten führende Kurve noch etwas südlicher verlaufen soll, als es die Deutsche Flugsicherung (DFS) bei der vorangegangenen FLK-Sitzung vorgeschlagen hatte. Diese Route würde Zossen deutlich entlasten. Allerdings werden die meisten Flugzeuge schon die Freigabehöhe von 5.000 Fuß Flughöhe erreicht haben und sich ihre Route selber suchen. Dennoch ist dies ein richtiger Vorschlag, den ich unterstütze.

Der zweite Vorschlag betrifft die Nutzung der Start- und Landebahnen. Hier fordern die drei Gemeinden, in den Nachtstunden zwischen 22 und 6 Uhr vom unabhängigen Betrieb der beiden Start- und Landebahnen Abstand zu nehmen. Stattdessen sollen sie in den Nachtstunden abwechselnd im Vier-Wochen-Rhythmus benutzt werden, um wenigstens periodisch für eine gewisse Nachtruhe in den betroffenen Gebieten zu sorgen.

Mitte Dezember will die Flughafengesellschaft die Neuberechnung für die Lärmschutzgebiete am künftigen Flughafen in Schönefeld festlegen, und in spätestens zwei Wochen soll auch das Umweltbundesamt seine „lärmfachliche Beurteilung“ zu den von der Deutschen Flugsicherung vorgeschlagenen Routen abgeben. Die Genehmigungsbehörde, das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung, will die Rechtsverordnung zu den künftigen Flugrouten am 26. Januar 2012 erlassen.

Das Bundesamt hat auf der Sitzung der Schönefelder Fluglärmkommission am Montag noch einen dritten Prüfauftrag erhalten. Auf Vorschlag der Bürgerinitiative Gegenlärm soll das Bundesaufsichtsamt auch noch prüfen, ob es möglich sei, nur eine Bahn für Starts und die andere ausschließlich für Landungen zu nutzen.

Eingebrachter Vorschlag zur Änderung der Flugrouten: 
Bei Starts in Richtung Westen soll die dann nach Osten führende Kurve noch etwas südlicher verlaufen.

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