Infoabend zum bedingungslosen Grundeinkommen „Wie soll das Grundeinkommen finanziert werden?“

30.05.2017

Dipl.-Volkswirt Robert Carls aus Bad Homburg stellte am 29.05.2017 im Potsdamer "Treffpunkt Freizeit" sein kostenneutrales Finanzierungsmodell für das BGE vor. Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens findet immer mehr Anhänger. Sie überzeugt mehr und mehr Jung und Alt, Arm und Reich, nicht nur hierzulande. Auch aus dem Silicon Valley bekommt diese Idee Zuspruch, zumal den dort Verantwortlichen längst klar ist, dass die fortschreitende Automatisierung, Digitalisierung und Robotisierung innerhalb weniger Jahre viele der heutigen Arbeitsplätze vernichten wird. Darum ist eine Neubewertung des BGE notwendig. Damit einher geht der Gedanke, Arbeit und Einkommen zu entkoppeln.

Das Grundeinkommen in Höhe von monatlich 1.100 € für Erwachsene und 500 € für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre einschließlich einer Bürgerversicherung gegen Krankheit, Pflegefall und Arbeitslosigkeit kann nach Aussage von Robert Carls nicht nur finanziert werden, sondern führt zusätzlich zu jährlichen Mehreinnahmen für die Bürgerinnen und Bürger von 70 Mrd. €.

Durch das Grundeinkommen werden Sozialleistungen in Höhe von ca. 400 Mrd. € eingespart. Die Kosten des Grundeinkommens betragen nach der vorgesehenen Verrechnung mit der pauschalen Einkommensteuer von 62,5 % ca. 270 Mrd. €. Der „Ablösungsgewinn“ von 130 Mrd. € kann aufgeteilt werden zwischen Staat (60 Mrd. € als Sicherheitsreserve) und 70 Mrd. € Rückfluss von nicht mehr erforderlichen Steuern und Sozialabgaben an die Bürgerinnen und Bürger. Ausgangspunkt der Berechnung ist das Volkseinkommen in 2015. http://www.archiv-grundeinkommen.de/carls/Robert-Carls-Finanzierung-Grundeinkommen-20170529-potsdam.pdf

Eine interessante Veranstaltung, die jedoch auch weitere Fragen aufgeworfen hat. Insofern muss die Diskussion über das bedingungslosen Grundeinkommen weitergehen. Weitere Infos: http://www.archiv-grundeinkommen.de/

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