Internationaler Kindertag

01.06.2017

Am 1. Juni feiern wir den Internationalen Kindertag. Grund zum Feiern haben aber nicht alle Kinder. Ziel dieses Aktionstages ist es, auch auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen. Daher führt kein Weg daran vorbei, an die Kinderarmut in Deutschland zu erinnern: Mehr als jedes siebte Kind in Deutschland ist armutsgefährdet. Insgesamt 1,7 Millionen Kinder unter 16 Jahren leben in einem Haushalt, dessen Einkommen unter der sogenannten
Armutsgefährdungsschwelle liegt. Und das in einem der reichsten Länder der Welt.
Im Jahr 2006 hatte die Zahl der armutsgefährdeten Kinder mit 1,5 Millionen noch deutlich niedriger gelegen.

Noch weit mehr Kinder sind von finanziellen Engpässen ihrer Eltern betroffen: So lebten 2015 etwa 3,3 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in einem Haushalt, der sich keine Urlaubsreise leisten kann – ein Anteil von 22,6 Prozent in dieser Altersgruppe.
Und etwa fünf Millionen der unter 18-Jährigen lebten in einem Haushalt, der Schwierigkeiten hatte, unerwartete Ausgaben aus eigenen Mitteln zu bestreiten.

Damit muss endgültig Schluss sein. Wir müssen umgehend konkrete Maßnahmen ergreifen um die Lebensbedingungen und Zukunftsaussichten für  Kinder und Jugendlichen zu verbessern – und zwar schnell.

DIE LINKE fordert als Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der Kinderarmut ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder in Schule und Kita und eine Kindergrundsicherung in Höhe von 564 Euro, um allen Kindern eine faire Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

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