Johnepark in Zossen soll wieder verkehrsberuhigter Bereich werden

03.09.2019

Der Johnepark in Zossen war über 25 Jahre ein verkehrsberuhigter Bereich bzw. eine Spielstraße, bis im Juli diesen Jahres Bürgermeisterin Michaela Schreiber das Spielstraßenschild - ohne die Einwohner vorab darüber zu informieren - entfernen ließ. Jetzt soll der Johnepark soll wieder verkehrsberuhigter Bereich werden:

Die Bewohnerinnen und Bewohner haben sich in mehreren Einwohnerversammlungen für die Wiederausweisung des Johneparks als verkehrsberuhigten Bereich ausgesprochen. Um dieses Ziel zu erreichen hatte ich die Mitglieder des Ortsbeirates vor der Ortsbeiratssitzung am Mittwoch zu einer Vor-Ort-Begehung eingeladen. Der Einladung folgten Max Reimann (DIE LINKE) und Ortsvorsteher Sven Baranowski (Bündnis 90 / Die Grünen). Die anwesenden Einwohner zeigten den Ortsbeiratsmitgliedern die problematische Verkehssituation, die aus Gründen der Sicherheit eine Wiederausweisung als verkehrsberuhigten Bereich erforderlich macht. Der Johnepark hat ausschließlich Aufenthalts- und Erschließungsfunktion. Er wurde bereits in der Bauphase als verkehrsberuhigter Bereich angelegt.

Die Stadtverwaltung behauptet, dass für das Spielstraßenschild keine verkehrsrechtliche Anordnung existierte. Allerdings galt das Verkehrszeichen dennoch. Als Kreistagsmitglied habe ich hierzu eine Reihe von Anfragen an die Kreisverwaltung Teltow-Fläming gerichtet.

Nach der Entfernung des Spielstraßenschildes ist die Verkehrssituation im Johnepark aus Sicht vieler Einwohner gefährlicher geworden. Denn mit der Entfernung des Verkehrszeichens gilt im Johnepark nicht mehr Schrittgeschwindigkeit, sondern die Höchstgeschwindigkeit für geschlossene Ortschaften (50 Km/h). Zudem darf man nun auch außerhalb der speziell markierten Bereiche parken. Verkehrsberuhigte Zonen (Spielstraßen) dienen dazu, das Unfallrisiko zu minimieren. In diesen Straßenabschnitten haben Kinder und Erwachsene, die zu Fuß unterwegs sind, Vorrang. Alle anderen Verkehrsteilnehmer, also Autos, Motorräder und auch Radfahrer, müssen auf sie besondere Rücksicht nehmen. Das gilt nun nicht mehr.

Der Ortsbeirat hat sich in seiner anschließenden Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Johnepark wieder als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen wird.

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