Längsten Biotopverbund Deutschlands erhalten

12.08.2019

DIE LINKE Brandenburg will das "Grüne Band" im ehemaligen Grenzgebiet an der Elbe zu einem Nationalen Naturmonument entwickeln. Dazu erklärt der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion Carsten Preuß:

Auch in Brandenburg soll die ehemals innerdeutsche Grenze zwischen Schnackenburg und Gaarz als Nationales Naturmonument ausgewiesen werden. Damit kann Das Grüne Band" als Schatzkammer der Artenvielfalt bewahrt und als lebendiges Denkmal der Geschichte erhalten werden. Auch wenn Brandenburgs Anteil an der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit einer Länge von 24 km im Verhältnis zu Thüringen oder Sachsen-Anhalt verhältnismäßig klein ist, so ist auch dieser Abschnitt ein wichtiger Baustein für das Projekt "Grünes Band". 2018 hatte der Freistaat Thüringen als erstes Bundesland das Grüne Band als Nationales Naturmonument ausgewiesen.

Im Grünen Band Deutschland finden sich mehr als 1.200 Arten der Roten Liste Deutschlands. Mit seiner Verbindung aus Natur und Geschichte hat das Grüne Band als Naturschutzprojekt ein Alleinstellungsmerkmal. Hier treten Habitate auf, die früher typisch für unsere Kulturlandschaft waren, aber aufgrund der Nutzungsintensivierung selten geworden sind. Wo früher die Grenze Familien und Freunde trennte, lädt das Grüne Band heute zur gemeinsamen Aufarbeitung der Geschichte ein.

Ziel ist es, am Grünen Band die Erinnerung wachzuhalten und gleichzeitig eine einzigartige Natur erlebbar werden zu lassen.

Hintergrund:
Der Eiserne Vorhang trennte von 1945 bis 1989 ganz Europa. In seinem Schatten entwickelte sich ein weltweit einzigartiges, zusammenhängendes Band vielfältiger Lebensräume, die anderswo bedroht oder ganz verschwunden sind. In Deutschland, wurde die Teilung zwischen der Bundesrepublik und der DDR entlang der "Demarkationslinie" ab 1952 verstärkt und durch den Mauerbau am 13. August 1962 zementiert. Die innerdeutsche Grenze hatte eine Länge von 1.400 km.

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