Mit dem Schlauchboot auf der Elbe von Sachsen nach Brandenburg

27.07.2019

Das BUND-Elbeprojekt hatte eingeladen zum „Dialog im Boot“. Ort des Geschehens war ein Schlauchboot (ohne Motor) auf der Elbe zwischen Riesa und Mühlberg/Elbe; die „Mannschaft“ bestand aus Politikern, Wissenschaftlern, Naturschützern, Unternehmern und interessierten Anwohnern. Das Wetter: Sonnenschein und 35° Celsius.

In Deutschland ist die Elbe ein noch weitgehend naturnaher, frei fließender Fluss. Unterschiedliche Lebensräume konnten so entstehen bzw. stehen im steten Wandel. Sie bieten einer enormen Vielfalt an Pflanzen und Tieren ein Zuhause. Zudem ist die Elbe Lebensader für die angrenzenden Landschaften, die sie mit Wasser versorgt.

Die größte Gefahr für die Flusslandschaft droht durch die Sohlenerosion. Um die Schiffbarkeit der Elbe zu verbessern, wurde das Flussbett immer stärker eingeengt. Das strenge Korsett zwingt den Fluss, sich tiefer in sein Flussbett einzugraben und schneller abzufließen. Damit fällt der Wasserspiegel in den Auenwäldern.

Dennoch gibt es nach wie vor Pläne zur weiteren Vertiefung der Fahrrinne. Aber selbst der Schifffahrt hilft die Vertiefung nicht. Bei der Fahrt mit dem Schlauchboot war kein Frachtschiff zu sehen. Die unberechenbaren, wechselnden Wasserstände mit langen Trockenperioden erlauben keine verlässlichen Gütertransporte per Schiff. Die fehlende Wassermenge kann durch die Sohlenvertiefung nicht ausgeglichen werden.

Ziel muss es vielmehr sein, den natürlichen Wasserrückhalt in der Landschaft zu verbessern. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich stromabwärts entlang von 400 Flusskilometern in fünf Bundesländern das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe erstreckt. Der Fluss muss wieder breiter und langsamer werden. So kann eine lebendige und intakte Flusslandschaft erhalten bleiben.

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