Historischen Postmeilensäule in Baruth/Mark feierlich eingeweiht

17.08.2014

Am Sonntag wurde in Baruth/Mark die Nachbildung einer historischen kursächsischen Postmeilensäule am Walther-Rathenau-Platz feierlich eingeweiht. Sie wurde von der sächsischen Steinmetzwerkstatt Hain nach historischem Vorbild aus Cottaer Bildhauersandstein gefertigt. Etwa 4,5 Meter ist sie hoch und besteht aus mehreren Einzelstücken.
Seit 1984 war Horst Wende (DIE LINKE), langjähriger Bürgermeister von Baruth/M. und späterer Stadtverordnete mit diesem Projekt beschäftigt. Horst Wende starb leider im Januar dieses Jahres 75-jährig. Jetzt konnte sein Traum verwirklicht werden. Die Auftragsvergabe hatte er noch miterlebt.

Auch für die Finanzierung hatte Horst Wende gesorgt. Er sammelte Spenden in Höhe von rund 20.000 Euro für das etwa 27.000 Euro teure Objekt. Den Rest brachte er aus eigener Tasche auf.

Die kursächsische Postmeilensäule erinnert an die sächsische Vergangenheit der Stadt Baruth, die erst 1815 im Ergebnis des Wiener Kongresses an Preußen ging. Der sächsische Kurfürst August der Starke ließ Anfang des 18. Jahrhunderts solche Postmeilensäulen an den Poststraßen in ganz Kursachsen aufstellen.

Blickfang der Säule ist ein Wappen des Kurfürstentums Sachsen mit vergoldeter Krone und die polnische Königskrone mit dem königlich-polnisch-litauischen Wappen. August der Starke war auch König von Polen und Großfürst von Litauen.
Als Distanzsäule zeigt der Obelisk die Wegstunden, die man braucht, um mit dem Pferd zu den verschiedenen Orten zu gelangen (1 Postmeile = 2 Stunden für ein normal laufendes Pferd = 9.062 Meter).

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