Protest gegen eine intensive Massentierhaltung in Haßleben

30.06.2014

Es sind mehr gekommen als bei dem regnerischen Wetter erwartet: Über 1.000 Menschen haben am Sonntag, den 29. Juni 2014 gegen die geplante und bereits genehmigte gigantische Schweinemastanlage in Haßleben (Uckermark) protestiert. Unter dem Motto "Wir haben es satt" setzte das Bündnis aus Umwelt- und Tierschutzverbänden sowie Anwohnern und Bauern ein deutliches Zeichen, um die Anlage zum Halten von rund 36.000 Schweinen, zu verhindern. Gegen solche industrielle Tierhaltung, die an vielen Orten in Brandenburg geplant werden, hat das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg die Volksinitiative «Stoppt Massentierhaltung» gestartet. Nach nur etwas mehr als 3 Monaten konnte das Aktionsbündnis bereits mehr als 20.000 Stimmen gegen die industrielle Nutztierhaltung gewinnen.

Mit dabei waren Vertreter der Bürgerinitiative “Keine Schweinemastanlage in Am Mellensee". Die BI berichtete, wie in Klausdorf eine Schweinemastanlage für 5.000 Schweine verhindert werden konnte.


Verschiedene Redner prangerten die negativen Folgen der industriellen Landwirtschaft an. Sie machten deutlich, dass es nicht nur um Haßleben geht, sondern darum, dass die großen Investoren sich nicht der ganzen Landwirtschaft bemächtigen. Vielmehr gilt es die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft zu fördern. Der anwesende Präsident der ghanaesischen Kleinbauernvereinigung machte deutlich, dass es auch eine internationale Dimension gibt. Nur durch eine internationale Solidarität kann sich die Situation in vielen Ländern Afrikas verbessern. „Auf unseren Märkten, in Accra zum Beispiel, sieht man überall Importprodukte. Wir Bauern wollen diese Importe nicht, wir wollen das Land mit unseren eigenen Produkten versorgen.«

Nach der Kundgebung setzte sich der Demonstrationszug auf der zwei Kilometer langen Allee in den Nachbarort Kuhz in Bewegung. Am Kuhzer See wurde deutlich, welche Folgen durch die Schweinemastanlage berechtigterweise befürchtet werden. Die Naturschutzgebiete der Gegend werden gefährdet: Sowohl in den FFH Gebiete "Kuhzer See/Jakobshagen" als auch im Bereich der geplanten anderen Gülleausbringungsflächen findet man viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten - ein Augenschmaus auch für die Touristen.

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