Schulweg ist jetzt sicherer: Radweg verbindet Dahlewitz mit Groß Kienitz

28.03.2014

Am Freitag (28.03.2014) gab Verkehrsminister Jörg Vogelsänger den neuen Radweg zwischen Dahlewitz und Groß Kienitz an der Landesstraße L 402 für den Verkehr frei. Der Radweg ist ein wichtiger Beitrag zur Schulwegsicherung.

Radwege trennen Autos und Radfahrer und machen den Verkehr dadurch sicherer. Kinder kommen jetzt sicherer zur Schule und nach Hause. Im vergangenen Jahr gab es in Brandenburg 3351 Unfälle mit Fahrradfahrerbeteiligung mit 2362 Verletzten und 21 Toten. Mit dem neuen Radweg wird ein wichtiger Schulweg besonders für Kinder aus Groß Kienitz, die in Dahlewitz zur Schule gehen sicherer. Auch Freizeit- und Sportfahrer profitieren, denn auch die Anbindung zum Gutspark und zum Golfplatz verbessert sich.

Der 1,75 Kilometer lange Radweg beginnt in Dahlewitz und endet in Groß Kienitz. Bauherr war das Land Brandenburg, vertreten durch den Landesbetrieb Straßenwesen. Die Gesamtkosten mit Archäologie und Ausgleichsprojekten betragen rund 500.000 Euro. Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow ist mit rund 50.000 Euro beteiligt. Die Arbeiten begannen im August 2013. Der Ortsvorsteher von Dahlewitz, Peter Rink, nutzte die Gelegenheit und mahnte den Bau eines Radweges nach Glasow an. Groß Kienitzer Ortsvorsteher 

Insgesamt gibt es im Land Brandenburg zurzeit etwa 1.900 Kilometer Radwege an Bundes- und Landesstraßen. Hinzu kommen noch kommunale Radwege. Das Land baut zwar Radwege neu, aber nicht so viele wie in den Jahren zuvor. Die Finanzmittel für den Radwegeausbau an Landesstraße werden in Brandenburg von 3,3 Millionen im Jahr 2013 auf 2,3 Millionen im Jahr 2014 gekürzt.

Auch in Zossen fehlen noch wichtige Radwegeverbindungen zwischen den Ortsteilen. Der weitere Radwegebau kommt auch hier nur schleppend voran. Lediglich an der B 246 von Zossen in Richtung Telz wurde vom Landesbetrieb ein Radweg gebaut.

Die Stadtverordneten hatten auf Ihrer Sitzung am 14.12.2011 beschlossen, dass die Stadtverwaltung mit dem Landesbetrieb Straßenwesen in Verhandlungen treten sollte, um zu klären, bei welchen Maßnahmen die Stadt in Vorleistung gehen soll/kann, um deren Umsetzung zu beschleunigen.

Für folgende Radwege sollte zügig mit dem Landesbetrieb Straßenwesen verhandelt werden.
Glienick - Großschulzendorf (Planungen Stadt Ludwigsfelde)
Schünow - Nächst Neuendorf (Chausseehaus)
Umgehungsstraße Zossen
Nunsdorf - Schünow
Nächst Neuendorf (Chausseehaus) - Horstfelde
Nächst Neuendorf (Chausseehaus) - Glienick
Die Verhandlungen müssen nun umgehend beginnen.

Auch in der Gemeinde Am Mellensee kommt der Radwegebau nicht voran, obwohl es hier schon Vereinbarungen mit dem Land gab. Im Mai 2009 hatte das Land Brandenburg der Gemeinde Am Mellensee zugesichert, Mittel für den Bau der Radwege an der L 70 von Kummersdorf/Alexanderdorf nach Sperenberg und an der L 74 von Klausdorf nach Sperenberg bereitzustellen, wenn die Gemeinde die Planungsarbeiten übernimmt. Dies hat die Gemeinde auch getan. Zwischenzeitlich hat jedoch die Landesregierung das Radwegebauprogramm für Brandenburg erheblich zusammengestrichen und den Bau der Radwege verschoben.

Der Radweg zwischen Kummersdorf Gut und Sperenberg wurde, weil er sanierungsbedürftig war, 2011 vom Land sogar kurzerhand entwidmet und die Radfahrweg-Schilder entfernt. Dadurch sparte das Land - auf Kosten der Verkehrssicherheit - die Sanierungskosten. Dennoch versicherte der Minister am Freitag, dass die Verkehrssicherheit im Land durch Radwege weiter erhöht werden soll.

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