Volksbegehren gegen Massentierhaltung erfolgreich

15.01.2016

Riesiger Jubel im Potsdamer „Haus der Natur“: Für das Volksbegehren gegen die Ausbreitung von Massentierhaltungsanlagen und für eine artgerechte Tierhaltung wurden 103.891 gültige Stimmen abgegeben. Das sind fast 24.000 Stimmen mehr als notwendig.

Viele Unterstützer – auch in Zossen und Am Mellensee – hatten bis zum letzten Tag für das Volksbegehren geworben. Im Landkreis Teltow-Fläming unterzeichneten insgesamt 8.561 Wahlberechtigte das Volksbegehren.

Nun muss sich der Landtag erneut mit den Forderungen beschäftigen, riesige Mastanlagen für Geflügel und Schweine in Brandenburg nicht weiter mit öffentlichen Mitteln zu fördern, das Klagerecht für Tierschutzverbände gegen die Genehmigung neuer Mastställe, die Bestellung eines unabhängigen Tierschutzbeauftragten sowie der Verzicht auf das Kupieren von Schnäbeln bei Geflügel und von Schwänzen bei Mastschweinen.

Wenn die Landesregierung das Volksbegehren nicht annimmt, können die Brandenburger in einem Volksentscheid über eine artgerechtere Tierhaltung abstimmen. Die Initiatoren sind glücklich und überwältigt, mit einem sechsstelligen Ergebnis war nicht gerechnet worden. Jetzt geht es darum, die Forderungen ernsthaft mit der Politik und den Bauern zu diskutieren.

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