Volksbegehren gegen Massentierhaltung startet

12.07.2015

Ab Mittwoch, den 15.07.2015, können alle, die gegen eine Erweiterung der Anlagen für Massentierhaltung sind und die eine bessere Behandlung der Tiere fordern, dafür ihre Stimme abgeben. Das Volksbegehren gegen Massentierhaltung des Aktionsbündnises Agrarwende Berlin-Brandenburg hat ab dem 15. Juli sechs Monate Zeit, um die benötigten 80.000 Unterschriften zu sammeln.

Die Initiatoren setzen sich für eine Verbesserung des Tierwohls ein. Dazu gehört unter anderem, dass nur die artgerechte Haltung von Tieren finanziell gefördert und das Abschneiden von Schwänzen und Schnäbeln ohne Ausnahme verboten wird. Außerdem fordern sie einen Landestierschutzbeauftragten einzuführen und den Tierschutzverbänden ein Mitwirkungs- und Klagerechte zum Wohl der Tiere einzuräumen, um den im Grundgesetz verankerten Tierschutz auch praktisch umzusetzen.

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Daneben solle sich die brandenburgische Regierung im Bundesrat dafür einsetzen, dass bundesweit der Immissionsschutz verbessert wird, um Menschen vor Belastungen durch Gerüche zu schützen, die Düngemittelverordnung zu novellieren und den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung zu reduzieren.

Rund 2,1 Millionen wahlberechtige Brandenburger ab 16 Jahren sind aufgerufen, das Volksbegehren zu unterstützen. Die Stimmen müssen im jeweiligen Bürgeramt abgegeben werden, können aber auch einfach im Internet
unter www.volksbegehren-massentierhaltung.de per Post zur Briefwahl angefordert werden.

Zossenerin und Zossener können auch mit beigefügten Formular die Briefwahlunterlagen anfordern.

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